30 Jahre Beratungsstelle für Haftentlassene und alleinstehende Wohnungslose

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, unter diesem Motto arbeiten die Mitarbeiter und Verantwortlichen der Beratungsstelle. 30 Jahre Beratungsstelle für Haftentlassene und alleinstehende Wohnungslose geben uns Grund und Anlass auf die geleistete Arbeit zurückzublicken und sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Mehr als 200 000 Beratungen und die Versorgung von über 2 800 Menschen mit Wohnraum sind eine beachtliche Bilanz.

SHK

12.02.2009

30 Jahre Beratungsstelle neu

Nachstehend einige Auszüge der Grußworte:

Recht auf ein gesichertes, menschenwürdiges Leben
„Auch Menschen am unteren Rand unserer Gesellschaft haben das Recht auf ein gesichertes, menschenwürdiges Leben. Menschen, die wohnungslos oder aus der Haft entlassen sind, besondere soziale Schwierigkeiten haben und nicht aus eigener Kraft ihre Grundversorgung verwirklichen können.“, so beschreibt der 1. Vorsitzender Dr. Michael Müller-Goebel die Arbeit der Beratungsstelle. In seiner Begrüßung wies er darauf hin, sich dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen und sich den neuen Entwicklungen und Anforderungen zu stellen. Dies zeige sich allein an der Zahl der Mitarbeiter: Vor dreißig Jahren waren es vier – jetzt sind es fast dreißig (zusammen mit den anderen Arbeitsbereichen).

Gut ausgebautes System der Wohnungslosenhilfe in Kassel
„Hilfen aus einer Hand“ finde man bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung im Bereich Arbeitslosengeld II nach dem SGB II und für Leistungen der Sozialhilfe nach dem SGB XII. Mit dem Verein Soziale Hilfe habe man einen kompetenten und kreativen Partner, der auch schwierige Aufgaben übernehme. Nur so könne sichergestellt werden, dass Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten die Möglichkeit gegeben wird, in den Arbeitsmarkt und damit in die Selbständigkeit zu gelangen. „Es gilt, dieses in 30 Jahren gewachsene Hilfesystem bei aller Kritik und finanziellen Zwängen zum Wohle der Ärmsten in unserer Gesellschaft zu erhalten und den Betroffenen auch in Zukunft durch Hilfe zur Selbsthilfe die Reintegration zu ermöglichen.“, mit diesen Worten dankte Dr. Jürgen Barthel, Sozialdezernent der Stadt Kassel, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wohnungslose Menschen finden Hilfe
„Die Arbeit der Fachberatungsstellen setzt dort ein, wo die Arbeit der Tagesaufenthaltsstätten endet. Hier finden wohnungslose Menschen Hilfe und Unterstützung
um wieder sesshaft zu werden. Mitarbeiter klären die Sicherstellung des Lebensunterhalts und leisten praktische Hilfen beim Kontakt mit Behörden und anderen Institutionen. Sie helfen bei der Wohnungssuche und vermitteln Arbeitsgelegenheiten.“, so beschrieb Evelin Schönhut-Keil, Beigeordnete vom Landeswohlfahrtsverband Hessen einige Aufgaben der Beratungsstelle.

Wohnungslosigkeit nimmt ab, Armut nimmt zu
„Zukünftige Herausforderungen für eine gemeinde- und bürgernahe Wohnungslosenhilfe – von der Wohnungslosenhilfe zur Hilfe in Wohnungsnotfällen“, zu diesem Thema hielt Dr. Thomas Specht von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG) seinen Fachvortrag. Er wies dabei besonders auf den Demografischen Wandel und die Entwicklung der Wohnungsmärkte hin. Hier beobachte man seit Jahren einen Rückgang der Wohnungslosenzahlen. Im Gegensatz dazu stehe aber eine zunehmende Armut der Menschen, die von Wohnungsverlust bedroht sind und die in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben.

Bei allen Vorträgen wurden immer wieder die gute Zusammenarbeit zwischen der Soziale Hilfe e. V., der Stadt Kassel (AFK) und dem Landeswohlfahrtsverband hervorgehoben. Außerdem würdigte man den Einsatz aller Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, den Spendern und Sponsoren.

Fotos der Festveranstaltung im Kasseler Bali finden Sie hier

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