125 Jahre Soziale Hilfe

125 Jahre soziale Arbeit für haftentlassene und allein stehende obdachlose Menschen sind es Wert, gewürdigt zu werden. Was in einem kleinen Rahmen im Jahr 1885 begann, wird heute von 28 hauptamtlichen und ebenso vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen.

SHK

21.09.2010

125 Jahr Soziale Hilfe e. V.

Zahlreiche Spender, Mitglieder, Förderer und Sponsoren unterstützen die Arbeit des Vereins und tragen dazu bei, die Situation für die ärmsten Menschen unserer Stadt erträglicher zu machen. Von den öffentlichen Zuwendungsgebern sind der Landeswohlfahrtsverband Hessen, die Stadt Kassel, das hessische Justizministerium und der Europäische Sozialfond aufgrund der Höhe der Zuwendungen zu nennen.

Am 22.09.2010 findet eine Jubiläumsveranstaltung in der documenta-Halle statt. Als Gastredner haben Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Dr. Helmut Roos, Ministerialdirigent und Abteilungsleister der Abt. Strafvollzug im Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, Dr. Wolfgang Werner, Vorstand „Der Paritätische Hessen“, und Ulrike Jorzik, Regionalmanagerin FB 207 Landwohlfahrtsverband Hessen, ihr Kommen zugesagt. In einem festlichen Rahmen feiert der Verein gemeinsam mit geladenen Gästen das 125jährige Bestehen. Ein solches Jubiläum bietet Gelegenheit auf die verschiedenen Aufgabengebiete des Vereins näher einzugehen.

Prof. Dr. Wolfgang Ayaß, Universität Kassel, hält einen Vortrag zum Thema „Wohnungslose im Nationalsozialismus“. Zu diesem Thema hat der Verein Soziale Hilfe auch die passende Wander-Ausstellung der BAG Wohnungslosenhilfe e. V. nach Kassel geholt.

Die Zahl der hilfesuchenden Menschen hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Festzustellen ist jedoch, dass die Anzahl von jugendlichen Hilfesuchenden zugenommen hat. Besonders drastisch ist der Anteil bei jungen Frauen. Hier ist in den letzten zwanzig Jahren eine Steigerung von 5% auf bis zu 30% zu verzeichnen.

Im Jahr 1885 standen 168 Mitglieder in der Kartei des damaligen „Verein zur Fürsorge für entlassene Strafgefangene im Regierungsbezirk Cassel“ und 41 entlassene Gefangene konnten unterstützt werden. Zu dieser Zeit war das vorrangige Ziel, den Hilfesuchenden Arbeit und Unterkunft zu verschaffen und in zweiter Linie Unterstützungen in Form von Geld oder Kleidern zu gewähren.

Heute werden im Laufe eines Jahres ca. 420 Menschen von der Tagesaufenthaltsstätte Panama und ca. 320 Menschen von der Beratungsstelle beraten und betreut.

Ulrike Moritz, Geschäftsführerin des Vereins hebt hervor:„Wir können mit Stolz auf das zurück blicken, was wir bisher geschaffen und erhalten haben. Wir haben gezeigt, dass wir Herausforderungen annehmen und meistern können, dass wir kreative Denker sind, die bereit sind Neues zu wagen, aber auch verlässliche Partner im Hilfesystem.“

Die Soziale Hilfe e. V. muss sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie der vielen Spender, Förderer und Sponsoren könnte die Arbeit in dem bisherigen Umfang nicht geleistet werden. Trotzdem sind die Verantwortlichen im Verein immer auf der Suche nach neuen Fördermitgliedern und Spendern.

Im Anschluss an die Feier kann die Ausstellung ab dem 23.09. bis zum 07.10.2010 im Foyer des Amtsgerichts Kassel, Frankfurter Str. 9, 34117 Kassel, von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.00 – 17.00 Uhr und am Freitag in der Zeit von 8.00 – 14.00 Uhr, besichtigt werden.

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Förderer und Unterstützer:
Europäischer Sozialfonds Hessisches Ministerium der Justiz Kassel documenta Stadt Land Hessen Landeswohlfahrtsverband Hessen
Mitgliedschaften:
Der Paritätische – unser Spitzenverband Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. Landeszusammenschluss für Straffälligenhilfe in Hessen
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